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    Die Unix-Seite des MacOSX - erklärt für Mac-Benutzer

    In Mac OS X sind viele Unix-Programme mitgeliefert, die dem vom klassischen MacOS kommenden Benutzer eventuell bisher entgangen sind. Dies ist eine Übersicht, die anhand einiger Kommandos zeigt, was in der UNIX-Seite des MacOS so alles drinsteckt. Konkrete Beispiele gebe ich nicht für alle Kommandos, da einige Funktionen nicht ohne weitere Vorkenntnisse verständlich sind (und wer die Vorkenntnisse hat, braucht diese Übersicht hier nicht).

    UNIX-Befehle in MacOSX:

    Für Programmierer:

    a2p
    Awk-to-Perl übersetzt ein Skript der Sprache Awk in ein Skript in der Sprache Perl.

    a2p skript.awk > skript.perl

    as
    Übersetzt Programme der Sprache Assembler in Objektcode, den der Computer verstehen kann.

    perl, awk
    Zwei Skriptsprachen, mit denen man u.a. Zeichenketten nach Mustern scannen und anschließend automatisch bearbeiten kann. Eine Art dynamisch programmierbares "Suchen und Ersetzen", aber mit SEHR viel flexibleren Möglichkeiten. Für Benutzer von Interesse, die oft langwierige, komplexe, aber automatisierbare Aufgaben lösen müssen -- z.B. aus einer 3000 Seiten langen Liste immer bestimmte Werte und Zeilen herauszukopieren, um daraus eine Tabelle zu erstellen, o.ä.

    fsplit
    FortranSplit segmentiert ein Fortran-Programm in mehrere Dateien.

    gdb
    Der GNU Debugger hilft Programmiern beim Finden von Fehlern in "C"-, "C++"- oder Modula2-Programmen.

    apply
    Apply führt in einem Shellskript ein gegebenes Kommando einmal mit jedem einzelnen der gegebenen Argumente aus. Also aus "apply berechne a b c" wird "berechne a, dann berechne b, dann berechne c".

    gnumake, make, jam
    Make & Co. verwendet ein Programmierer, um eine Gruppe von von einander abhängigen Dateien (z.B. Programmmodule) schnell zu aktualisieren, wenn eine von ihnen geändert wurde. Welcher Art die Aktualisierung sein soll, und welche Dateien unter welchen Bedingungen davon betroffen sein sollen, definiert man in einem sogenannten Makefile.

    gzexe
    GnuZipExecutables komprimiert Programme so, dass sie sich beim Starten selbst entpacken, und sich nach dem Beenden wieder komprimieren. Das ist von Vorteil, falls man extrem wenig Festplattenplatz hat, aber die Programme starten dadurch natürlich langsamer. Man erkauft Platz durch Zeit.

    bc, dc
    Zwei Programmiersprachen zum exakten Rechnen. Eine Art vielfältig programmierbarer Taschenrechner.

    cc, c++
    Der C-Compiler kompiliert einen Quellcode der Sprache C (bzw C++) und erstellt daraus ein ausführbares Programm.

    cc -o MeinProgramm MeinQuellcode.c 

    cvs
    Das ConcurrentVersionsSystem verwaltet alte und neue Versionen von voneinander abhängigen Dateien, wenn mehreren Leute an einem Projekt arbeiten. Es sorgt z.B. dafür, dass jeder Mitarbeiter die aktuellen Änderungen der anderen mitbekommt, oder, wenn nötig, Änderungen rückgängig machen kann. (siehe auch "man rcs")

    native2ascii
    Übersetzt eine Datei mit Sonderzeichen in eine Latin1- oder Unicode-Datei.

    Individuelle Einstellungen

    alias
    Alias gibt alle selbstdefinierten Befehlsabkürzungen aus. Mit Argumenten definiert es eine selbstwählbare Abkürzung (z.B. 'mylist') für einen Unix-Befehl (z.B 'ls -Flo'):

    alias "mylist" "ls -Flo"
    Rueckgaengigmachen mit:
    unalias "mylist"

    bless
    Bless kennzeichnet einen Systemordner, von dem man booten möchte; d.h. dass die OpenFirmware des Macs ihn beim Booten wählt. Einen sogenannten "blessed" ("gesegneten") Systemordner erkennt man daran, dass er das Systemordnersymbol hat, und kein Standard-Ordnersymbol. Viel einfacher ist es, stattdessen das "Startvolume"-Kontrollfeld zu verwenden.

    bless -folder9 /Volumes/MacintoshHD2/Systemordner/
    bless -folder /System

    defaults
    Lässt den Benutzer Voreinstellungen von Mac-Programmen ändern. Das zu ändernde Programm darf derweil nicht laufen. Defaults ist nicht intuitiv zu bedienen, man sollte es nur verwenden, wenn man weiss, was man tut. Die meisten Dinge lassen sich einfacher im Einstellungen-Menüpunkt des betreffenden Programmes ändern.

    Netzwerk, AppleTalk

    appletalk
    Dies ist eines der UNIX-Programme, die man unbewusst verwendet, während man die (benutzerfreundlicheren) Kontrollfelder Sharing und Netzwerk in den MacOS-Systemeinstellungen benutzt.

    atstatus
    AppleTalkStatus zeigt den Status von Objekten (Rechnern, Druckern etc) im AppleTalk-Netzwerk an.

    atstatus "Steve's LaserWriter"

    atlookup
    AppleTalkLookup sucht nach Appletalkrechnern und Druckern im Netzwerk. Entspricht dem Finder-Menü 'Gehe zu > Mit Server verbinden'

    ab
    ApacheBenchmark berechnet, wie lange eine Webseite aus dem Internet zum Laden braucht.

    ab http://www.seite.de/index.html 

    apachectl
    ApacheControl ist das Programm, das einem Mac die Fähigkeiten eines Web-Servers geben kann. Entspricht dem 'Sharing'-Kontrollfeld

    .

    appleping
    ApplePing misst, wie schnell ein anderer Rechner z.B. namens 'Steves Mac' im AppleTalk-Netz auf Anfragen reagieren kann. Um den Test abzuschließen und das Ergebnis der Messung angezeigt zu bekommen, drückt man "-C".

    appleping 'Steves Mac' 

    arp AdressResolutionDisplay verwaltet die im Internet verwendeten Identifikationsadressen für Rechner. Bsp: arp -a

    bpwhoami BootParam-WhoAmI zeigt Rechnername, Domänennamen, Router-und Server-Adresse des Macs an, wenn dieser sich in einem Netzwerk befindet.

    dig testet irgendwas in einem Netzwerk (?). Dieses Programm ist auch im Network Utility von MacOSX vorhanden.

    dnsquery hostname zeigt DNS-Information über einen Rechner namens hostname.

    Dämonen

    automount Dieser Dämon kümmert sich darum, dass CDs und Disketten nach dem Einlegen auf dem Desktop angezeigt (gemountet) werden und benutzbar sind.

    autodiskmount Ein weiterer Dämon, der sich um das Anzeigen (Mounten) von Festplatten nach dem Hochfahren kümmert.

    Informationen über das System

    machine arch Machine und Architecture beantworten schlicht die Frage "Was für ein Typ Rechner ist das hier?", die Antwort ist dann z.B. "PPC" bzw "ppc750" -- also z.B. ein PowerMac 750. = Apple System Profiler Utility, bzw "Applemenü > Über diesen Mac".

    apropos xy durchsucht die Handbuchseiten (man pages) aller UNIX-Befehle nach dem Stichwort xy. Siehe auch "man".

    dmesg DisplaySystemMessageBuffer zeigt eine Aufzeichnung der Bootnachrichten des Computers (der "komische Text", der weiss-auf-schwarz auf PC-Bildschirmen vorbeiscrollt, wenn man sie startet), die MacOSX während des Startens nur kurzgefasst anzeigt. Er enthält (z.T. ziemlich kryptische) Information über das Laden diverser Komponenten, z.B. USB-, Modem-Treiber etc...

    printenv, env Environment spuckt Daten über den Rechner und die aktuelle Variablenumgebung aus. Aktueller Benutzer und sein Home, eingestellte Sprache, Pfade, Terminal-Information, Typ des Computers und des Betriebssystems, u.a. Apple System Profiler Utility..

    lsof fstat FileStatus und ListOpenFiles zeigen eine Liste aller Dateien auf dem Rechner an, die gerade "in Verwendung" sind (das sind mehr als man denkt)..

    groups name zeigt an, zu welchen Gruppen der Benutzer 'Name' gehört. Eine gruppe kann z.B. admin oder staff sein..

    chpass Mit ChangePass kann der Root-Administrator viele Einstellungen betreffs der erlaubten Benutzer dieses Computers machen, z.B. Name, Login-Name, Passwort, Gruppe zu der er gehört, wann der Benutzer-Account erlischt, Shell, Adresse, und welches Home-Verzeichnis er benutzen darf (im MacOSX ist das Home z.B. standardmäßig ein Unterordner im Ordner "Users"). Vieles davon geht einfacher mit dem Kontrollfeld "Benutzer" einzustellen. Vergleiche chfn, chsh. (Um den Editor bedienen zu können, sind vi-Kenntnisse erforderlich).

    edquota Mit EditQuota kann der Root-Admin den Benutzern Beschränkungen für Festplattenplatzverbrauch auferlegen..

    hostinfo gibt Info über diesen Mac aus: Wieviele Prozessoren er hat, wie schnell sie sind, wieviele vom Kernel angesteuert werden können, welcher Kernel verwendet wird..

    Drucken

    lpc Line Printer Configurator - (Laser)Druckerkonfiguration. Print Center Utility.

    lpr Line Printer schickt (Postscript)-Dateien an einen Laserdrucker..

    lpq Line Printer Queue - Zeigt die Druckerwarteschlange.

    lprm Line Printer Remove - Aufträge aus der Druckerwarteschlange löschen.

    atprint Das Unix-Programm AppleTalkPrint sendet Druckdaten an einen AppleTalk-Drucker. = Druckbefehl aus dem "Ablage"-Menü..

    at_cho_prn Mit AppleTalkChoosePrinter kann man den Default-Drucker in einem AppleTalkNetz wählen. Das macht man normalerweise stattdessen über den Drucken-Punkt im Alblage-Menü, bzw das Print Center Utility..

    banner hallo Banner gibt den Text hallo (bis zu 10 Zeichen auf einmal) in großen aus Sternen gemalten und zum Banner drucken geeigneten Buchstaben ins Terminal aus. :-) [siehe auch echo].

    Programme im Vor- und Hintergund

    bg, fg Background, Foreground. Man könnte dieses Feature mit dem "Programm Aus/Einblenden"-Menüpunkt des MacOS vergleichen. Wenn man ein UNIX-Programm im Terminal gestartet hat, belegt es dieses Fenster, solange es läuft. Man kann dann nur weitere Terminal-Programme starten, indem man das vorhergehende Programm beendet, oder ein neues leeres Terminalfenster öffnet.
    Will man, dass ein schon gestartes Terminal-Programm in den Hintergrund geschaltet wird, um ein weiteres Terminal-Programm zu starten, drückt man im laufenden Terminalprogramm -z, tippt dann die zwei Buchstaben "bg", und drückt dann die Returntaste. Das Programm blendet sich aus (die Eingabeauffordrung erscheint wieder), und bekommt eine Job-Nummer zugewiesen, z.B. '1'. Dann kann das nächste Programm gestartet werden.
    Um das Programm mit Job-Nummer '1' wieder in den Vordergrund zu holen, tippt man hinter den Prompt "fg -1" ein, usw. (Eventuell muss man zuvor ebenso ein gerade laufendes anderes Terminalprogramm beenden oder in den Hintergrund schalten, um den Prompt wieder zu bekommen.) [siehe auch jobs]
    Alternativ kann man auch gleich beim Starten eines UNIX-Kommandos ein "&"-Zeichen hinter das Kommando schreiben, um es gleich in den Hintergrund zu schicken. Das macht man z.B. beim Datei-Kopierungs-Kommando cp, weil es während eines langen Kopiervorgangs eh nichts interessantes zu sehen gibt (mit Ausnahme von Fehlermeldungen).

    eMail

    biff Wenn der Mac seinen eigenen Mailserver hat, kann das Programm biff den Benutzer durch eine Ausgabe in das Terminal informieren, dass eine neue eMail angekommen ist.

    expn emailadresse Expand schlägt (wenn möglich) den Namen des Besitzers der eMail-adresse im Internet nach.

    finger Name@Domäne sucht nach zusätzlicher Information zu einer Person in einer bestimmten Domäne: eMail-Adresse, vollständiger Name, wann die Person zuletzt Mail gelesen hat -- wenn möglich. Eine Domäne wäre z.B. "coli.uni-sb.de"

    fetchmail Ein Unix-Email-Programm. Apple Mail.

    from zeigt die Liste der Leute an, die zuletzt eMail an diesen Mac geschickt haben (nur wenn der Mac einen eigenen Mailserver hat).

    Zeit, Kalender

    crontab Der Cron-Dämon verwaltet für jeden Benutzer eine Liste von beliebigen Kommandos oder Programmen, die der Benutzer regelmäßig zu bestimmten Zeitpunkten und Terminen ausgeführt haben möchte (sogenannte Cronjobs). Mit "crontab -l" kann man die Liste seiner gespeicherten Cronjobs einsehen, mit "crontab -e" kann man neue Einträge machen oder alte bearbeiten/löschen. (Einträge müssen in einer bestimmten Schreibweise gemacht werden, und um den Editor bedienen zu können, sind vi-Kenntnisse erforderlich) [siehe auch at und calendar]

    at, batch, atq, atrm At und Batch sind wie cron eine Art Zeitzünder für Kommandos. Man verwendet sie, um die Ausführung von gewünschten Kommandos zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Warteschlange vorzumerken, und vom Rechner dann automatisch starten zu lassen. Die Warteschlange einsehen kann man mit atq, etwas aus der Warteschlange entfernen kann man mit atrm. Unter MacOSX darf die Kommandos nur der Administrator verwenden. [siehe auch cron und calendar]

    cal Zeigt einen aktuellen Kalender. "Datum & Uhrzeit"

    date gibt aktuelles Datum und Uhrzeit aus.

    calendar Ein Terminplaner, den man individuell konfigurieren kann, einen zu bestimmten Uhrzeiten/Tagen an etwas zu erinnern, z.B. einen Geburtstag. siehe auch cron und at.

    Datei-Eigenschaften

    chflags ChangeFlags manipuliert Flags (Zusatzeinstellungen), die für bestimmte UNIX-Dateien gesetzt sind. Das Programm hat eine vergleichbare Funktion wie ResEdit im MacOS.

    chfn, chsh Mit diesen Change-Befehlen kann der Root-Administrator die Shell-, Namens- und Adress-Einträge für die Benutzer des Rechners ändern. Das meiste davon geht einfacher mit dem Kontrollfeld "Benutzer". Vergleiche chpass. (Um den Editor bedienen zu können, sind vi-Kenntnisse erforderlich)

    chgrp Mit ChangeGroup kann der Administrator festlegen, zu welcher Gruppe von Benutzern eine Datei gehören soll. Eine Gruppe ist z.B. "admin" oder "staff". Vergleiche chown, chflags und chmod. Das Programm xFiles ist ein leicht zu bedienendes graphisches Tool mit derselben Funktion.

    chmod {ugoa}{-+=}{rwx} datei Mit ChangeMode legt man die Zugriffsrechte einer Datei fest. Man kann jeweils die Rechte zum "Schreiben" (w), "Ausführen" (x), und "Lesen" (r) an "Eigentümer" (u), "Mitglieder derselben Gruppe" (g), "sonstige" (o) und "alle" (a) vergeben. z.B. "chmod u+rwx datei" gibt dem Besitzer der Datei alle Rechte daran, mit "chmod go-w datei" nimmt man allen Gruppenmitgliedern und Fremden die Schreibrechte an einer Datei, usw. Vergleiche ls, chown, chflags und chgrp. Das Programm xFiles ist ein leicht zu bedienendes graphisches Tool mit der selben Funktion.

    chown heini:staff datei Mit ChangeOwner kann man den Eigentümer und die Gruppenzugehörigkeit einer Datei festlegen. Vergleiche chmod, chflags und chgrp. Das Programm xFiles ist ein leicht zu bedienendes graphisches Tool mit der selben Funktion.

    Shell und Terminal (sozusagen Der Finder des Unix)

    csh Die C-Shell ist eine der möglichen UNIX-Shells. MacOSX verwendet standardmäßig die erweiterte C-Shell, genannt 'tcsh'.

    clear Leert das Terminal-Fenster und zeichnet alles neu. Alternativ ist auch die Tastenkombination -L möglich.

    chdir Bla cd Bla ChangeDirectory wechselt in ein anderes Verzeichnis namens Bla. Es entspricht dem Öffnen eines Ordners unter MacOS.

    cd Dies ist der Kurzbefehl, um direkt in das Home-Verzeichnis zurückzukehren. Es entspricht dem Finder-Menüpunkt "Gehe zu > Privat". cd.. Dies ist der Kurzbefehl, um eine ebene höher in der Ordnerhierarchie zu gelangen.

    cp quelle ziel Copy kopiert ein Datei quelle in die neue Datei ziel. (Vorsicht, wenn die Zieldatei den selben Namen hat wie die Quelldatei, dann geht der Inhalt der Quelldatei verloren!)

    ditto kopiert ganze Verzeichnisse (nur für den Root-Administrator)

    du DiskUsage zeigt an, wieviel Speicherplatz verbraucht wird (in Blöcken, das sind grob 0,5 Kilobyte?).

    df DiskFree zeigt an, wieviel Speicherplatz auf welcher Festplatte frei ist.

    echo blabla gibt den Text blabla ins Terminal aus. So ne art "PrintLine". [siehe auch banner]

    expr Expression berechnet mathematische Ausdrücke in der Shell. Bsp: expr 2 + 3 (Bestimmten Ausdruecke wie z.B. Kommandos innerhalb von im Kopfteil einer 'foreach'-Schleife muessen in Apostrophe als Anfuehrungszeichen eingeschlossen sein, damit sie ausgewertet werden und nicht als Textstring interpretiert werden).

    find kann auf der Festplatte Dateien mit bestimmten Eigenschaften finden. Entspricht dem Mac-Programm Sherlock.

    exit beendet das Terminal-Programm.

    Internet / World Wide Web

    curl ist ein Programm, mit dem man Hoch- und Runterladen von Dateien auf Webserver etc automatisieren kann.

    ncftp, ftp FileTransferProtocol ist ein bekanntes Programm, um Dateien hoch- oder runterzuladen. Es entspricht den Mac-Programmen Fetch oder AnArchie.

    htpasswd htdigest Mit HTTP-Digest und HTTP-Password erstellt und verwaltet man Listen von Benutzern und Passwörtern von Leuten, die auf bestimmte lokale Webseiten und Dateien zugreifen dürfen, die nicht jeder aufrufen darf. (Nur wenn WebSharing aktiviert ist; die Einschränkung bezieht sich nur auf im Web ge-share-te Dateien von diesem Mac!).

    Speichermedien, Filesystem

    fdisk FormatDisk ist ein Festplatten/Disketten-Formatierungsprogramm. Das OSX-Programm Disk Utility ist die graphische Variante davon.

    newfs_msdos, newfs_hfs, newfs Legt ein neus FileSystem an. Siehe auch mount und disklabel.

    disktool kann Speichermedien mounten (= nach dem Einlegen benutzbar auf dem Desktop anzeigen), unmounten (zum Auswerfen freigeben), auswerfen, u.v.m. Ablage > Auswerfen.

    fsck FileSystemCheck überprüft das Dateisystem auf Fehler. Apple Disk Utility.

    Dateibearbeitung

    cmp datei1 datei2 Compare vergleicht zwei Dateien und gibt die Position der ersten Stelle an, wo sie sich unterscheiden.

    comm datei1 datei2 > ergebnis Common vergleicht, welche Zeilen zwei Dateien gemeinsam haben. Ausgabe sind drei Spalten, wobei die erste Zeilen enthält, die ausschließlich in datei1 vorkommen, die zweite die von datei2, und die dritte alle Zeilen, die in beiden vorkommen.

    cut -f1 tabelle.txt Cut kann Teilstücke von Dateien ausgeben, z.B. einzelne Spalten einer Tabelle. Gegenteil paste.

    compress datei Komprimiert Dateien mit Hilfe des Lempel-Ziv-Vefahrens (Dateiendung ".Z"). Das Unix-Äquivalent von StuffIt DropStuff. Gegenteil: uncompress.

    cat datei1.txt datei2.txt > dateien.txt Konkateniert zwei Textdateien, d.h. hängt ihre Inhalte hintereinander. Gibt's so nicht unter MacOS, kann also praktisch sein!

    diff datei1 datei2 kann zwei Dateien oder Verzeichnisse vergleichen, und gibt detailliert aus, was die eine Datei mehr oder weniger hat als die andere. diff3 kann das selbe mit drei Vergleichsobjekten.

    emacs Ein extrem vielseitiges Programm. Auf den ersten Blick ist es nur ein Texteditor, aber es kann z.B. Reguläre Ausdrücke finden und ersetzen, und mit Hilfe von Synatx-Modulen die Syntax von Quellcode farbig markieren, eMail schreiben und empfangen, ausländische Schriftsysteme anzeigen, und wahrscheinlich noch mehr.

    expand datei.txt, unexpand datei.txt Konvertiert alle Tabulatorzeichen in einem Text zu Leerzeichen, bzw umgekehrt.

    gunzip datei.zip, gzip datei GNUZip komprimiert Dateien, GNUunzip entpackt sie wieder. stuffit

    gnutar, tar Der TapeArchiver verpackt mehrere Dateien in eine Datei (ohne sie zu komprimieren). Früher tat man das, bevor man Dateien auf Magnetbänder (tapes) abspeicherte (archivierte). Heutzutage verwendet man ihn, um einzelne Teile von Programmen beim Download etc zusammenzubehalten.

    ed Ein klassischer (nicht intuitiv bedienbarer) einfacher Texteditor. Apple TextEdit.

    vi, ex Zwei Programme, die zusammen den Texteditor vi (Visual Editor) ergeben. Nicht intuitiv bedienbar. TextEdit.

    enscript konvertiert eine normale Textdatei ins Postscript-Format, das für Laser-Drucker verständlich ist.

    file dateiname versucht den Typ einer Datei herauszufinden. (z.B. Text-Datei, Word-Dokument, MP3-Datei etc). Siehe Datei-Symbol im Finder.

    flex, flex++, lex der Fast LEXical Analyzer Generator ist ein Dienstprogramm, dass individuelle Programme generieren kann, die automatisiert Pattern-matching auf Texten ausführen. Eine Art super-"Finden & Ersetzen".

    grep wort datei.txt GetRegularExpressionPattern findet u.a. alle Zeilen in einer Datei, die 'wort' enthalten. Es kann auch nach Regulären Ausdrücken suchen, die Ausgabe anderer Programme nach bestimmten Zeilen filtern, u.v.m.

    groff Dokumentformatierungssystem mit zahlreichen Modulen...

    ------ unsortiert ----------

    hdiutil Das Hard?DiskImage-Utility verwendet man, um Diskimages zu erstellen, anzuzeigen (mounten), auszuwerfen, überprüfen oder auf CD zu brennen. Apple Disk Copy, Finder Ablage-Menü > Brennen/Auswerfen.

    hexdump HexDump filtert Daten in bestimmten Formaten, und zeigt sie als wären sie ASCII-Text, dezimal, hexadezimal, oder oktal.

    hostname Hostname zeigt an, unter welchem Namen dieser Rechner im Netzwerk ansprechbar ist. Wenn der Rechner nicht in einem Netzwerk ist, ist sein Name einfach "Local Host".

    halt, reboot Auschalten bzw Neustarten - darf nur der Administrator. Apple-Menüpunkte.

    head -10 datei.txt, tail -10 datei.txt Zeigt die ersten bzw letzten 10... Zeilen einer Textdatei.

    httpd Der HyperTextTransferProtocol-Dämon macht aus dem Mac einen "Apache"-Webserver. Das heisst, wenn jemand die IP-Adresse des Macs in einen Webbrowser eintippt, bekommt er die Webseiten angezeigt, die ein Benutzer erstellt und im Ordner "Sites" abgespeichert hat. Apple WebSharing.

    host yahoo.de Mit Host kann man, während man online ist, einen bestimmten Rechner suchen und dessen IP-Adresse ausgegeben bekommen.

    id heinrich Identity zeigt die Identifikationsnummer des angegebenen Benutzers, und in welchen Gruppen er ist.

    indent Indent rückt C-Programme syntaktisch ein.

    ipconfig InternetProtocolConfigurator (?) ifconfig NetworkInterfaceParameterConfigurator (?) Systemeinstellungen > Netzwerk > Ethernet/Internes Modem > TCP/IP

    install Installationsprogramm (?).

    ioreg Input/Output-Registry zeigt eine Baumstruktur von Eingabe- und Ausgabegeräten des Macs, z.B. Lautsprecher, USB-Geräte, Mouse, Tastatur, Monitor etc. Apple System Profiler Utility. ioalloccount zeigt den gerade allocierten Speicher (?); hilft beim Auffinden von Speicherlecks.

    ipfw Mit InternetProtocolFirewall kann ein Netzwerkadministrator einen Mac so für das Netzwerk konfigurieren, dass er so gut wie möglich vor Angriffen geschützt ist.

    inetd Der Internet-Dämon macht aus dem Mac einen Webserver. Er wartet auf Anfragen von anderen Rechnern, und entscheidet, wie er die Anfrage beantworten soll; d.h. er überträgt dem Anfragenden Clienten z.B. eine angeforderte Webseite oder Datei, oder die Uhrzeit, oder lässt ihn sich einloggen, u.v.m. z.T. Systemeinstellungen > Internet

    iostat Input/Output-Statistik, zeigt wieviele für Ein- und Ausgaben im Terminal, in der Zentraleinheit (CPU) und auf der Platte abgelaufen sind.

    java Java-Interpreter für Java-Programmierer javac Java-Compiler für Java-Programmierer jdb Javadebugger.

    jot Definierbarer Wort-, Zahlen- bzw Zufalls-Generator. "jot -r -c 160 a z | rs -g 0 8" generiert 20 8-Buchstabige Zufallswörter (z.B. Passwörter). "jot 21 -1 1.00" gibt der Reihe nach 21 Zahlen zwischen -1 und 1 aus.

    jobs Listet alle (laufenden und angehaltenen) Jobs in der shell. Siehe auch bg und fg.

    join Join erstellt aus zwei Tabellen eine Datei mit der Schnittmenge(?) bestimmter Spalten.

    keytool generiert Schlüssel und Zertifikate, mit denen sich Benutzer authentifizieren können, falls mehr Sicherheit benötigt wird.

    kill Zwangsbeenden eines Programm-Prozesses. AppleMenü > Sofort beenden

    lock Sperrt ein Terminal, so dass keiner mehr was eingeben kann, bis ein bestimmtes Passwort eingegeben wurde, oder eine bestimmte Zeit verstrichen ist.

    last gibt eine Liste aus, wer sich wann wielange eingeloggt hat, wann der Rechner neugestartet wurde, etc.

    lastcomm gibt eine Liste aus, welche Befehle zuletzt eingegeben wurden.

    accton protokolliert alle Befehle mit, wann wer wo was wielange laufen liess.

    logger um zusätzlich eigene Einträge in das Protokoll zu machen.

    login Mit diesem Befehl kann man sich an einem anderen Rechner anmelden, wenn einem das erlaubt ist. (völlig ungeschützte Passwortübertragung)

    leaks sucht in selbstgeschriebenen Programmen nach Speicherlecks

    logname gibt den Benutzer(kurz)namen des gerade eingelogten Benutzers aus. Dieser Name steht übrigens auch im Shellprompt; das ist wichtig, weil man unter mehreren Namen auf verschiedenen Rechnern arbeiten könnte, und man will ja nicht verwechseln, als wer man gerade einen Befehl abschickt.

    ls listet den Inhalt eines Ordners. mit der option "ls -al" bekommt man zusätzliche Informationen wie Dateigröße, Schreib/Lese-Rechte von Benutzer/Gruppe/Fremden an den Dateien, und man sieht auch unsichtbare Unix-Dateien. ll = Abkürzung dafür.

    leave Ein kleiner kurzfristiger Wecker im Terminalfenster: "leave 0815" erinnert dich ab 5 min vor 20:15Uhr an diesen Termin heute. In der Eieruhrvariante "leave +0008" erinnert es Dich an etwas in 8 min. Es weckt Dich auch noch jede Minute nach dem verstrichenen Termin mit "Time to leave!"... solange, bis du das Terminal-Fenster schliesst.

    list_all_hostnames listet alle Namen, unter denen dieser Rechner ansprechbar ist. Das ist immer mindestens "127.0.0.1" bzw "localhost", wenn man in einem Netzwerk ist evtl noch mehr Namen.

    logout Abmelden und dieses Terminal-Fenster schliessen.

    more datei.txt less datei.txt Inhalt einer Datei ausgeben, seitenweise Blättern durch Drücken von , aufhören durch Drücken des Buchstabens "q". lessecho (?)

    look wort datei gibt aus einer alphabtisch sortierten Liste in 'datei' alle Einträge aus, die mit 'wort...' beginnen. wenn man die Datei weglässt, wird stattdessen standardmäßig ein englisches Wörterbuch verwendet! Kann praktisch sein.

    ln Link erstellt einen Datei-Alias "ln -s 'datei' 'datei alias'". Finder > Ablage > Alias erzeugen.

    locate findet Dateien auf dem Rechner. Sherlock.

    lookupd LookUpDemon wird von verschiedenen Programmen aufgerufen, um Information über Benutzer-Accounts, Gruppen, Drucker, e-Mail-Aliasse, Computername, Internetadressen, etc zu bekommen.

    m4 MacroLanguageProcessor, mit dem (C-, Fortran-, etc)-Programmierer Macros definieren können.

    mountd Der Mount-Demon wartet im Hintergrund und sorgt dafür, dass Volumes erkannt und benutzbar angezeigt werden, wenn sie eingelgt werden. Zudem gibt es eine Reihe von mount-Befehlen, falls man dies einmal von Hand machen müssen sollte: mount, mount_cd9660, mount_msdos, mount_nfs, mount_smbfs, mount_afp, mount_hfs ...

    mail sehr simples Mailsende- und Empfangs-Programm. Apple Mail.

    merge Verschmilzt 3 Dateien (zwei geänderte Dateien und ein Original) zu einer Datei, kennzeichnet Konflikte. Kann praktisch sein!

    mailq Zeigt die "Outbox", wenn der Mac einen eigenen Mailserver hat.

    mesg Mit dem Message-Befehl, entweder 'mesg n' oder 'mesg y', kann man festlegen, ob andere Benutzer Nachrichten (Chatrequests etc) in dein Terminalfenster schicken dürfen (y) oder nicht (n). Ist natürlich nur sinnvoll in einem Multi-User-System. ;-)

    mailstats Zeigt eine Statistik des Mail-Servers (wenn installiert), also wieviele Mails verschickt/empfangen wurden, wie groß und von wem/an wem u.v.m.

    make Hilft Programmierern bei größeren Projekten mit von einander abhängigen Dateien, die Übersicht zu behalten. Dazu erstellt der Programmierer einen sogenannten makefile, in dem er alle Abhängigkeiten seiner Dateien auflistet, und dazu, was jedesmal automatisch mit den anderen passieren soll, wenn eine der abhängigen Dateien sich geändert hat, usw.

    msgs Messages ist eine Art internes eMail-Programm, mit dem man in größeren Unix-Systemen Systemnachrichten sendet und liest.

    mkdir MakeDir Erstellt einen neuen Ordner. Finder > Ablage > Neuer Ordner

    mv Move verschiebt eine Datei in einen anderen Ordner (im Finder per drag&drop). Wird bei Unix auch zum Umbennenen von Dateien verwendet, man verschiebt eine Datei sozusagen in eine Datei mit einem anderen Namen.

    newaliases Läd gerade neuerstellte Mail-Aliasse, so dass sie funktionieren, ohne dass man neustarten muss. (Nur wenn ein Mailserver installiert ist)

    netinfod nidomain nicl niutil NetInfoDomainUtility, NetInfoUtility, NetInfoCommandLineUtlity Übersicht über und Ändern von vielen Einstellungen. = "/Applications/Utilities/NetInfo Manager"

    nslookup Sucht einen Rechner im Netzwerk (?)

    nice -x Programm Mit Nice gibt man seinen Programmen beim Aufruf Prioritäten, wieviel Rechenzit sie verbraten dürfen. Ein "nice -20 prog" würde das Programm prog als sehr unwichtig einstufen, es stört dann niemanden und läuft sehr langsam ab. Ein "nice -10 prog" ist normal, "nice -1 prog" hat hohe Priorität, und darf anderen Rechenzeit wegnehmen. Der Administrator darf mit "nice --1 prog" (wichtig) bis zu "nice --20 prog" (sehr wichtig) seinen Programmen noch höhere Prioritäten zuweisen.

    notify: wenn man einen Prozess mit einem & dahinter startet, um ihn auszublenden, kann man danach "notify" eintippen, um über Statusänderungen des Prozesses informiert zu werden.

    netstat zeigt den Netzwerkstatus an, auch von "localhost zu localhost".

    open Eine von NeXtStep übernommene Idee: Dieser OSX-Befehl öffnet eine Datei, als ob sie im Finder doppelgeklickt worden wäre. Mit "open -a /Application/xy datei" kann man eine Datei mit dem OSX-Programm xy öffnen lassen, mit "open -e datei" kann man jede Datei mit SimpleText öffnen.

    osascript Führt ein OSA-Skript-Programm aus (Open Scripting Architecture), z.B. AppleScript. 'osacompile' kompiliert ein Skript. Eine Liste der Installierten OSA-Sprachen bekommt man mit dem Kommando osalang.

    pdisk Apple-Festplattenformatierungsprogramm

    passwd Programm zum Ändern des eigenen Passwortes.

    pwd PrintWorkingDirectory zeigt den Pfad des Ordners an, in dem man sich gerade befindet.

    paste Gegenteil von cut -- setz mehrere Dateien zu einer Tabelle zusammen, wobei die Einzeldateien entweder als Zeilen oder Spalten verwendet werden können.

    perl, perlcc Practical Extraction and Report Language - eine Programmiersprache und ihr Compiler, für u.a. CGI-Skripte.

    pico ein einfacher Texteditor (Apple TextEdit)

    patch Ein Programm, mit dem man die von diff ausgegebenen Unterschiede zwischen zwei Datei als Patchdatei verwenden kann, d.h. man kann geänderte Zeilen in eine Datei einfügen lassen.

    ping rechner Wie Echolot im U-Boot - ein Rechner im Netzwerk kann angepingt werden, anhand der Antwort kann man erkennen, ob er an oder aus ist, und wie schnell er auf Anfragen antworten kann.

    procmail Ein Email-Bearbeitungsprogramm. Es kann z.B. gerade angekommene Mails filtern und anhand von Regeln Spams löschen u.v.m. (Nur wenn ein Mailserver installiert ist)

    pax Eine Programm zum listen, erstellen und kopieren von Dateiarchiven.

    ps Zeigt den Prozess-Status an, also welche Prozesse (z.B. Programme, Befehle) gerade in diesem Terminalfenster laufen. Siehe auch fg/bg.

    perldoc Die Dokumentation der sehr umfangreichen Programmiersprache Perl

    quota Zeigt eine Liste, wieviel Festplattenplatz jeder Benutzer belegen darf.

    reset Mit "reset" kann man die Terminalanzeige neu laden. Praktisch, wenn exotische Steuerzeichen die Textausgabe vermurkst haben, oder nachdem man das (in der tcsh) mit dem Befehl "set TERM=vt100" seinen Terminaltyp umgestellt hat.

    rcp RemoteFileCopy kann Dateien von einem Host zum anderen kopieren, vergleich mit ftp. rcp quelldatei loginname@andererrechner:zielpfad

    reboot; halt Neustart bzw Auschalten. Dieser Befehl kann nur mit Administratorrechten ausgeführt werden.

    rev Reverse dreht die Reihenfolge von Buchstaben in einer Datei um:

    % rev[RETURN]
    ein neger mi tgaz ellezag tim regen nie
    ein neger mit gazelle zagt im regen nie

    rs Reshape:

    % rs[RETURN]
    dies ist ein langer satz, aber am ende steht jedes wort untereinander in
    passenden spalten. das kann praktisch sein fuer ausgabe von listen ins terminal.^D
    dies           aber           wort           das            ausgabe
    ist            am             untereinander  kann           von
    ein            ende           in             praktisch      listen
    langer         steht          passenden      sein           ins
    satz,          jedes          spalten.       fuer           terminal.

    rsh RemoteShell startet eine Shell auf einem anderen Host-Rechner.

    rlogin RemoteLogin startet eine Terminalsession auf einem anderen Host-Rechner. Besser ist stattdessen telnet, noch besser ssh.

    renice Ändert die Prioritäten von laufenden Programmen, also wieviel Rechenzeit sie jeweils in Anspruch nehmen dürfen. siehe auch nice.

    rm datei Remove löscht eine Datei unwiderruflich, es gibt kein "undo"! (Leere) Verzeichnisse löscht man mit rmdir verzeichnis. Volle Verzeichnisse samt Inhalt löscht man mit "rm -rf verzeichnis/*". Vorsicht, rm hat sehr negative nebenwirkungen, wenn man versehentlich Ausdrücke wie "rm ~" oder "rm .*" eintippt, dann löscht es das Homeverzeichnis bzw auch Dateien im übergeordneten Ordner!

    routed Router Demon

    uptime, ruptime uptime zeigt an, wie viele Tage der Rechner bereits läuft, wieviele Leute ihn benutzt haben, und ausserdem, wie sehr er dabei ausgelastet wurde. Eine 'Load' von 1.0 bedeutet perfekte Auslastung, ein Load-Wert kleiner Null bedeutet, er ist unterfordert, größer Null, überfordert. ruptime macht das gleiche, aber auch für Rechner im lokalen Netzwerk.

    rcsdiff vergleicht Versionen von Dateien, die im ConcurrentVersionsSystem (cvs) verwaltet werden. (siehe 'man rcs') rcsmerge ist ein weiterer Teil des ConcurrentVersionsSystem (cvs), der verschiedene Versionen von CVS-verwalteten Dateien vereinigt.

    rmdir RemoveDirectory loescht einen leeren (!) Ordner.

    s2p SedToPerlTranslator uebersetzt ein sed-Skript in ein Perl-Skript.

    sendmail ist die Grundlage aller UNIX-eMail-Programme. Man ruft es als Benutzer nicht direkt auf, sondern benutzt stattdessen benutzerfreundlichere Mailer wie elm oder pine. (Benutzerfreundlich nach UNIX-Standarden.) ;-)

    shutdown Rechner ausschalten und in einen anderen Status wechseln (z.B. wenn der Admin Wartungarbeiten durchgeführen will). siehe auch 'halt'.

    smbd SambaDemon ist ein praktischer Demon, der Kompatibilitaet zu Windows-Netzwerken herstellt. siehe System Preferences > Sharing bzw das Directory Access Utility.

    ssh Mit SecureShell logt sich ein Benutzer auf einem anderen UNIX-Rechner ein (z.B. von zuhause an der Universitaet einloggen). Das Passwort und alle Daten werden dabei verschluesselt uebertragen.

    sample erstellt stueckweise ein Profil eines laufenden Prozesses (Programmes). Fuer Programmierer zum Debuggen.

    stty Anzeigen bzw konfigurieren, wie das Terminalfenster zur Zeit eingestellt ist, z.B. wie gross es ist. Verwendung z.B. 'stty -a'.

    su mithilfe von SubstituteUser kann sich kurzfristig jemand anderer in einem Terminalfenster einloggen, ohne dass sich der eigentlich angemeldete Benutzer zuvor ausloggen muss. Anwendung: 'su -l karlheinz'. Einfach nur 'su' einzutippen bedeutet, dass man zur Identitaet des Root-Admins wechseln moechte -- sollte man also nur eintippen, wenn man das Passwort dafuer tatsaechlich hat, denn fehlgeschlagene Einlogversuche als Root werden protokolliert...

    sudo SuperUserDo erlaubt es einem Benutzer, mit seinem eigenen Passwort gewisse Befehle absenden zu duerfen, die eigentlich nur der Root-Admin darf. Der Administrator definiert zuvor die Liste der Benutzer, denen er dies erlauben moechte, diese Benutzer nennt man 'Sudoer': Sie haben einen aehnlichen Status wie Root, aber sie kennen das Root-Passwort nicht. Alle Sudo-Aktionen werden protokolliert!

    scp Ebenso wie mit cp kann man mit SecureCopy Dateien kopieren, aber scp kann dies verschluesselt ueber Netzwerk tun. Anwendung: scp karlheinz@privat.de:meinedatei.txt meyer@firma.de:meinedatei2.txt (wenn z.B. Karlheinz Meyer eine Datei von seinem Privatrechner zu seinem Firmenrechner kopieren moechte). siehe auch ftp.

    script Eine praktische Mitprotokollierung der Kommandos, die man seit der Eingabe des Befehls 'script' in das Terminal eingetippt hat -- z.B. fuer Studenten, die waehrend einer Uebung viele kommandos eintippen muessen, und spaeter gerne eine Mitschrift ihrer Aktionen haetten. Das Protokoll wird durch eingabe von EOF (ctrl-D) beendet und steht dann in einer Datei Namens 'typescript'. Es funktioniert am besten mit normalen kommandos wie cat, mkdir, cd, usw., aber nicht mit Programmen, die das gesamte Terminalfenster in Beschlag nehmen wie z.B. der vi-Texteditor.

    sftp SecureFileTransferProtocol ist ein sicheres Programm zum Dateien hoch- und runterladen (d.h. mit verschluesselter Uebertragung). Von der Funktion her entspricht es den Mac-Programmen Fetch oder AnArchy. Siehe auch ftp, scp.

    sort Sortiert Textzeilen in einer Datei alphabetisch, Anwendung: 'sort wortliste.txt > sortierteliste.txt'. Mit der Option 'sort -n' werden Zahlen nach ihrem Wert sortiert und nicht als Buchstaben behandelt. Mit der Option 'sort -f' wird Gross-/Kleinschreibung ignoriert. Mit 'sort -k 3 wortliste.txt > sortierteliste.txt' kann man die Datei nach z.B. der 3. anstatt der ersten spalte sortieren (Spalten sind durch tabulatorzeichen getrennt, oder man nutzt die Option 'sort -t "e "e -k 3 ...', um ein anderes Trennzeichen anstatt tabulator zu waehlen).

    source Source startet die Ausfuehrung eines Shellscripts. Anwendung 'source script.sh' = '. script.sh' (der punkt ist die kurzschreibweise dafuer). wird hauptsaechlich verwendet, um die .bashrc (die Konfigurationsdatei der Shell) neuzuladen, nachdem man Aenderungen gemacht hat, aber man sich nicht aus- und wieder einloggen will, um sie neuzuladen.

    sdiff Zwei leicht verschiedene (Text-)Dateien interaktiv zu einer vereinen. Anwendung 'sdiff -o ergebnis.txt eingabe1.txt eingabe2.txt' Die Optionen -b, -B, und -i erlauben es, unterschiede in den Leerzeichen, Leerzeilen und Gross/Kleinschreibung zu ignorieren.

    sync Schreibt alles auf die Festplatte, was gerade noch in der Luft haengt. Das macht man gewoehnlich, um den Rechner seelisch darauf vorzubereiten, dass man ihn gleich ausschalten oder neustarten moechte, damit keine Daten verloren gehen.

    sed der StreamEditor ist eine Programmiersprache zur Textverarbeitung, wie ein extrem fein konfigurierbares "suchen und ersetzen".

    split zerhackt eine Datei in mehrere kleine. Anwendung: 'split -l 277 eingabe ergebnis' zerhackt die Datei 'eingabe' in mehrere Teil mit je 277 Zeilen Laenge, und speichert jedes Teilstueck unter dem Namen 'ergebnisa', 'ergebnisb' usw. wenn mehr als 676 teile erzeugt werden sollen, verwende man den aufruf ohne spezifikation des namens der ergebnisdatei ('split -l 277 eingabe'), dann werden die ergebnisdateien automatisch 'xaa' bis 'xzz' genannt (ueber 2000 Moeglichkeiten).

    sysctl laesst einstellung am kernel zu, bzw gibt info ueber einstellungen aus. Bsp: 'sysctl -a' zeigt alle aktuellen einstellungen des kernelzustandes (seeehr Tech-Blah).

    spray www.xyz.de Testet, wie schnell ein Rechner im Netzwerk reagiert, in dem es irgendwelche Daten sendet, und misst, wielange sie brauchen um zurueckzukommen. Mit vorsicht zu geniessen! vrgl Ping.

    strings Mit diesem Befehl kann man sich alle puren Text-Zeichenketten aus einer Datei anzeigen lassen. z.B. bei programmen, die zum grossteil aus kompiliertem code bestehen, aber in denen anzuzeigende Texte unkodiert drinstehen. Anwendung: 'strings datei.exe'

    tail Gibt das ende einer langen Datei aus. praktisch bei protokolldateien, an die staendig automatisch etwas angefuegt wird - man ist dann immer auf dem neusten stand (option -F). Anwendung: 'tail -2 datei.txt' zeigt die letzten zwei zeilen der datei, 'tail +2' zeigt alles ausser den beiden ersten zeilen.

    who, rwho who zeigt, welche Benutzer gerade auf dem Rechner eingelogt sind, und seit wann. rhwo macht dasselbe, aber auch fuer andere Rechner im lokalen Netzwerk.

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